Reviews

NDS
Bild des Benutzers SilverSurger
NDS
Spielinfo
Zelda Spirit Tracks
Entwickler: 
Nintendo
Publisher: 
Nintendo
Releasedatum: 
11.01.09
Genre: 
Action-Adventure
USK: 
6 Jahre

Schon zu den Hochzeiten des Nintendo Entertainment System durfte sich der kleine Blondschopf „Link" größter Beliebtheit erfreuen. Über die Jahre hielt man mit unzähligen Zelda-Nachfolgern auf den verschiedensten Konsolen und einigen Gastauftritten von Link wie in Super Mario Smash Bros oder Donkey Kong Country 2 die berühmte Zelda Reihe im Gedächtnis der Nintendo-Gemeinde. Nun steht die neueste Fortsetzung der Reihe in den Regalen und wartet darauf Fans und solche die es werden wollen auf dem NDS zu begeistern.

Eine einst idyllische Welt wurde aus der Ruhe gerissen als der Dämonenkönig die Welt in das Verderben stürzen wollte. Dies konnten die Götter natürlich nicht zulassen und lieferten sich mit dem Dämonenkönig einen harten aber siegreichen Kampf. Zu guter Letzt wurde der Dämonenkönig in einen Turm verbannt welcher mit magischen Ketten in Form von Zuggleisen versiegelt wurde.
Als sich die Menschheit wieder in Sicherheit wiegt geschieht aber beängstigendes: Die magischen Ketten beginnen langsam aber sicher sich aufzulösen und der Dämonenkönig droht wieder auszubrechen und Tot und Zerstörung über die Welt zu bringen. Unsere Aufgabe ist es nun dem unheimlichen Treiben Einhalt zu gebieten indem wir vier Tempel aktivieren welche die Ketten wieder instand setzen. Da wir uns auf der Reise zu den Tempeln in erster Linie auf den Zuggleisen fortbewegen müssen wir für unsere Reise Gleispläne holen um auch den Weg zu finden.

Nachdem wir uns aus dem Turm der Götter die Gleispläne geholt haben begeben wir uns auf die Reise zu den Tempeln in welchen uns natürlich verschiedene Widersacher versuchen die Sache schwer zu machen. Glücklicherweise steht uns dabei Prinzessin Zelda´s Geist zur Seite welcher uns natürlich tatkräftig unterstützt und sogar vom Spieler gesteuert werden kann.
Von ihr erhalten wir auch die so genannte Flöte des Landes mit deren Magie wir Gleise wiederherstellen können indem wir die Melodie der Wiederherstellung spielen. Hierbei pusten wir in das Mikrofon des NDS und steuern die Tonhöhe mithilfe des Stylus. Gelingt uns ein harmonisches Spielen der Melodie entstehen die Gleise wieder und wir können zu weiteren Gefilden und vor allem den vier Tempeln reisen. Natürlich dürfen wir unsere Panflöte aber auch für andere Melodien verwenden welche uns unter anderem dabei helfen Schätze zu heben oder Energie wiederherzustellen.

Die Reise auf den Gleisen stellt sich erst als recht amüsant, später leider als etwas eintönig dar. Mithilfe unserer Gleispläne legen wir vor unserer Reise eine Route fest welcher wir folgen wollen um unsere jeweiligen Ziele zu erreichen. Haben wir uns für eine Route entschieden haben wir allerdings stets die Möglichkeit von unserem Plan abzuweichen indem wir während der Fahrt Weichen stellen um die Fahrtrichtung zu ändern. Dies wird vor allem dann eingesetzt falls eine Kollision mit einem anderen Zug bevorsteht. Um stets die Übersicht zu behalten wird während der gesamten Zugfahrt auf dem oberen Bildschirm der Gleisplan mit allen sich darauf befindlichen Zügen dargestellt. Auch die Geschwindigkeit des Zuges können wir mithilfe des Stylus regeln, sind wir zu weit gefahren können wir natürlich einen Rückwärtsgang wählen. Auch kommt es vor dass sich Tiere auf den Gleisen befinden, welche wir mit einem lauten Hupen von den Gleisen jagen. Da wir uns aufgrund der Zugfahrt aber nur auf festgelegten Wegen fortbewegen können werden dem Forscherdrang den ein typischer Zelda-Spieler hat leider Grenzen gesetzt. Auch gestaltet sich die ständige Zugfahrerei als recht eintönig da es nicht viel Abwechslung gibt - Gas geben, Weichen stellen, Hupen, bremsen steht hierbei an der Tagesordnung.

Haben wir unsere Reise zu einem Tempel hinter uns gebracht befinden wir uns in den Dungeons wo uns zuvor erwähnte Gegner versuchen das Leben schwer zu machen. Nun endlich kommt auch Zelda-Flair auf. Denn ab jetzt stehen actionreiche Kämpfe und spannende Rätsel auf dem Plan welche wir stets mit unseren verschiedenen und nett durchdachten Waffen bestreiten. So dürfen wir uns über eine Luftkanone freuen mit welcher wir Gegner ausknocken, Schalter umlegen oder auch Objekte verschieben können. Wie auch die Panflöte wird auch die Luftkanone mittels Pusten gesteuert. Neben der Luftkanone steht uns auch noch ein Bumerang zur Verfügung welcher ebenso zum Kämpfen als auch zum Lösen von Rätseln verwendet wird.

Die nette Comicgrafik ist wie gewohnt sehr hochwertig, auch wenn sich zum Vorgänger nicht viel geändert hat und auch die Hintergrundmusik kommt im bewährt epischen Zelda-Stil aus dem Handheld. Dass man wie auch in allen anderen Zelda Spielen auf eine Sprachausgabe verzichten muss stört den echten Fan nicht im Entferntesten, auch wenn mir persönlich die Leserei der Texte beinahe zuviel ist, was wahrscheinlich aber eher an meiner Lese-Faulheit liegt. Auch die Steuerung mit dem Stylus funktioniert einwandfrei, lediglich die Nutzung des Mikrofons funktioniert nicht immer hundertprozentig.

Spirit Tracks wurde auch ein kleiner Multiplayermodus spendiert der allerdings nicht wirklich aufregend ist. Mittels Single-Card oder auch Multi-Card Play dürfen wir mit bis zu drei anderen NDS verbinden und einen Battle-Modus starten in dem wir vor NPC-Gegnern flüchten und Kristalle sammeln müssen. Derjenige der am Ende die meisten Kristalle gesammelt hat darf sich als Sieger bezeichnen. Auch Waffen sind hier leider Fehlanzeige was den ganzen Modus etwas langweilig werden lässt.

Pro und Contra
  • Spannende Story
  • gut gelöste Steuerung mit Stylus und Micro
  • spannendeRätsel
  • Single-Card Multiplayer mit bis zu 3 Mitspielern
  • Steuerung per Micro nicht immer optimal
  • eintöniges Zugfahren
  • schwacher Multiplayer
Bewertung
Gameplay: 
9
Steuerung: 
10
Grafik: 
9
Sound: 
9
Multiplayer: 
8
Gesamtwertung
Gesamtwertung: 88
Fazit von: 
Christian Zach
Zelda Spirit Tracks ist ein würdiger Nachfolger und erweist sich vor allem in den Dungeons als spannendes Abenteuer, lediglich die ständige Zugfahrerei mag an den Nerven zehren und auch der Multiplayermodus hätte etwas besser umgesetzt werden können. Dafür bietet die Story aber Spaß und Spannung die für Zelda-Fans und solche die es werden wollen den Griff in das Regal rechtfertigen.

Suche

Neue Mitglieder

  • starlavickery341
  • tamieguerrero45
  • phoebedenny5360
  • patriciafysh2095794
  • gustavodarcy745195