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PS3Xbox360
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PS3Xbox360
Spielinfo
Way of the Samurai 3
Entwickler: 
Acquire
Publisher: 
Rising Star Games
Releasedatum: 
12.03.2010
Genre: 
RPG
USK: 
16

Die Sengoku Ära, 1560.

Wir spielen in Armana, dass von Shuzen Fujimori regiert wird. Shuzen ist ein aufstrebender Feudalherr und ein derzeitiger Alleinherrscher, da er seinen Herren Lord Sakurai stürzte. Durch diesen Sturz hat der Fujimori Clan viele Feinde bekommen. Um aber ihre Macht zu halten, zwingt dieser Farmer und Städter übermäßig hohe Abgaben zu tätigen. Daraufhin zeigen die armanischen Bewohner zeigen von mal zu mal mehr ihre Unzufriedenheit.

Es gibt drei verschiedene Parteien in Armana, die miteinander konkurrieren: der Fujimori Clan, der Ouka Clan und die Bewohner von Takatane. Im Ouka Clan sind ehemalige Vasallen  des ehemaligen Sakurai Clan oder Banditen, die Macht erlangen wollen. Natürlich streben diese nach dem Sturz und der Entmachtung der Fujimori’s. Die takatanischen Bürden sind harmonische Menschen, die sich den Frieden wünschen.

Ein Samurai ist entweder ein Held oder ein ‚Bandit’…. Entscheide du über deine Zukunft deines spielbaren Ronin’s. Sei aber vorsichtig, sollte man vieles Unehrenvolles getan haben, muss man am Ende des Spiels mit einem Titel Slayer zufrieden geben, anstatt  legendary Samurai. Du wachst also nun im 16. Jahrhundert auf einem Schlachtfeld voller Leichen auf, wirst aufgrund eines Schwächeanfall und der zu tragenden Verletzungen in ein Dorf mitgeschleppt.

Bevor das Spiel beginnt, kann man sich zwischen drei Charakteren entscheiden, allerdings ist die Auswahl der Kleidung und der Optik ziemlich dürftig. Fähigkeiten erlernt man erst in der Praxis.

Das Spiel hat so viele verschiedene Möglichkeit, vor allem in den vielen Dialogen oder solch ich besser den vielen Textfenstern, wirkt sich jede Entscheidung, die man in der Konversation auswählt auf die Verlaufsgeschichte aus. Wer den Bauern auf dem Schlachtfeld höflich antwortet, wird mit ins Dorf geschleppt und kann von nun an da wohnen.

Leider ist der Anfang des Spieles ziemlich konfus und man weiß nicht so genau man dort tun soll. Man läuft vielmehr einfach nur so rum und erkundet das Dorf Takatane. Leider mag niemand einen Samurai so besonders und bekommt man auch zu spüren. Man kann dem entgegenwirken, in dem man Aufgaben für die Dorfbewohner erledigt, sei es nun Gemüse schneiden für die Farmer oder eben die Lieblingsunterwäsche der Dorfältesten zu suchen, die sie auf einen Spaziergang verloren hat.

Nach einiger Zeit umherirren, trifft man die junge Lady am Dorfeingang, die man vor Schlägern retten. Diese Lady erklärt dir einige Grundkenntnisse des Spiels. Dort erfährt man auch, dass man sich der drei oben erwähnten Parteien anschließen kann. So muss man zunächst einmal herausfinden, wer das Vertrauen und die Unterwerfung verdient und auf welcher Seite es sich zu kämpfen lohnt.

Das Spiel nervt wie gesagt schon zu Beginn, da es einfach kein Tutorial gibt. Da würde ich keinen Gamer verachte, der nach einer halben Stunde umherirren resigniert aufgibt.  Es gibt zwar Orte, wo man sich der Kampfkunst aneignen und üben kann, wie im Dojo. Doch jedoch erstmal dahin zu finden, ist nicht so einfach. Es besteht nur die Möglichkeit sich durch zu fragen.

Überaus peinlich sollte Rising Star Games sein, dass allein auf der Rückseite des Hardcovers, drei Rechtschreibfehler zu finden sind. Man sollte doch wenigstens erwarten können, dass wenn man knapp 50 € für ein Spiel ausgibt, das Cover wenigstens nicht mit Fehlern bestückt ist.

Schade ist es ebenfalls, dass dieses Spiel schon 2008 in Japan erschien. Denn dieses Alter merkt man deutlich auch im Spiel. Auch wenn dieser Nacht, Dämmerung bis zu Sonnenlichtwechsel schön gemacht sind, fehlt es der Szenerie an Details. Gebäude sind so grob und matschig dargestellt und strotzen nur so vor Grafikfehler. Denn es ist keine Seltenheit, dass Bewohner eines Hauses nicht selten in der Treppe an ein und derselben Stelle marschieren oder das eben Körperteile aus den Wänden ragen. Leider sind die unterschiedlichen Gebiete viel zu kurz geraten und man trifft schnell auf unsichtbare Levelgrenzen, die zunehmend den Spielverlauf stören.

Way of the Samurai 3 ist definitiv ein Rollenspiel, das versucht an andere guten RPG Games heranzukommen, jedoch gelingt es hier keinesfalls. Man schlüpft in eine Rolle, die an Ereignisse, Handlungen und Abläufe, d.h. an bestimmte Zeitfenster geknüpft sind. Jeder andere Bewohner vor allem Händler haben ebenfalls ihren Tages/Nacht Ablauf, der davon abhängig ist, wann und wo die Person anzufinden ist. Man lernt allerdings eine große Bandbreite von sozialen Kontakten kennen, seien es nun Kinder, Alte, Pärchen, Bettler, Dorälteste, Diebe, Huren, Händler, Schmied oder eben Farmer. Allerdings wird meist immer dasselbe geplaudert. Bei den alten, gekrümmten Männern kann man seinen Spielstand speichern, allerdings zu Überraschung will er irgendwann Geld dafür haben.

Um also nun die Geschichte zu ergründen und seinem Leben ein bestimmtes Ziel zu setzen, rennt man nun von Ort zu Ort und holt sich dort Infos oder schließt sich einer Partei an. Allerdings aufgepasst vor Unerwartetes, wie Diebe, die dich beklauen, Killer die versuchen dich zu meucheln oder eben einfach unheimliche trostlose Gegend. Also läuft man von Ort zu Ort, hört sich um und sammelt Informationen. So könnte es sein, dass man immer mal wieder neustarten muss. Das ist zwar einwenig mühselig, macht aber eben auch den Reiz des Spiels aus. Vor allem weil diese Ereignisse ungeplant auftreten. Trotz seines Ablebens schaltet man immer viele neue Kleinigkeiten frei.

Natürlich gibt es auch vorherbestimmte Charaktere, die wichtig für die Story sind. Wie die mysteriöse Lady, die den Geruch von Blut auf menschlicher Haut als angenehm empfindet. Oder eben eine schlagfertige Banditin, die so stark wirkt und den Fürsten töten will.

Schließt man sich einer Truppe an, erhält man immer mal wieder einen neuen Begleiter, die Handlungen kommentiert, mit einem kämpft oder eben mit einem eine Romanze führt. Wer weiß schon, wie sich die Beziehung unberechenbar entwickelt. Da immer etwas Unerwartetes passiert und viele Handlungsmöglichkeiten gibt, macht das Spiel nach einiger Ausprobierzeit richtig Laune trotz veralteter Grafik oder einigen Macken. Leider kann man immer nur einen Quest erledigen, da verlangt das Spiel dem Spieler einige Geduld ab.

Der Sound ist angefangen bei langweilig, effektlos und mau bis hin zu humorvoll, närrisch und stimmungsvoll breit gefächert. Einige Aufträge sind zwar nett gemacht und unterhalten, leider wiederholen sich zu oft. Daher fehlt die nötige Abwechslung.

Aus diesem Grund stehen natürlich auch viele Kämpfe an. Es gibt neun verschiedene mögliche Kampfstile. So kann man sein Katana niedrig, hoch, seitlich, bedeckt oder eben leicht erhoben halten. Logischerweise ergeben sich so dann ganz andere Angriffsattacken. Es gibt einige Kombinationen, die man ausüben kann. Mit einem schönen Kampfstil vergrößern sich auch die Fähigkeiten des Ronin’s. Leider sind weder die Bewegungen noch die Verletzungen realistisch und erinnern vielmehr an einem Arcadespiel.

Pro und Contra
  • offenes Ende
  • witzige Quests
  • viele Überraschungen
  • eine Menge Waffen
  • vieles zum Freischalten
  • verwirrender Einstieg
  • keine tiefgründige Story
  • Gebiete zu klein
  • unsichtbare Levelgrenzen 
  • zeitverzögerte Ausführung der Befehle
  • dürftige Sprachausgabe und Soundkulisse
  • wenig Abwechslung
Bewertung
Gameplay: 
7
Steuerung: 
8
Grafik: 
5
Sound: 
5
Multiplayer: 
0
Gesamtwertung
Gesamtwertung: 63
Fazit von: 
Susanne Lenzen
Ein facettenreiches Spiel mit 22 möglichen Enden, das mit witzigen Quests und überraschende Wendungen oder Ereignissen fesselt und trotz großem Umfang nur einen kurzen Spielspaß bietet. Leider ist es zwar ein nettes RPG-Spiel, allerdings ist es nicht mit einer tiefgründigen Story bestückt.

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