
Während in Japan das Spiel längst schon veröffentlicht wurde und dort bald schon der Nachfolger erscheint, hielt sich Sega hierzulande mit dem dritten Teil der Yakuza Serie eher bedeckt. Nun aber ist es soweit und die Abenteuer aus dem Leben von Kazuma Kiryu gehen weiter… Wie nun die überaus vielfältige Story weiter geht erfahrt ihr in unserem Review.
Im Grunde könnte die ganze Story von Yakuza 3 das ganze Review füllen, da diese überaus weitreichend und spielintensiv ist. Mit vielen, kleinen Episoden erfreut die Story sicherlich jeden Fan. Natürlich ist das ganze Spiel in einem typisch japanischen Stil gehalten und wurde natürlich mit vielen Interaktionsmöglichkeiten und Dialogen bestückt. Dieses japanische GTA Spiel überzeugt von Beginn an und lässt viel erhoffen. Man bewegt sich durchs Rotlichtmilieu Tokios, das sich Kabikicho genannt wird. Darüber hinaus ist man viel in Ryukyugai in Okinawa unterwegs, einem nagelneuen Ort der Serie. Dort kann man die Ruhe des Meeres genießen, wenn man vom ganzen Trubel genug hat. Dor betreibt Kaz auch sein Kinderheim und wollte sic ursprünglich zu Ruhe setzen. Jedoch wird daraus recht schnell nichts, denn das Kinderheim wurde auf fremdes Land erbaut, wo die Regierung eine Ferienlage errichten will. Natürlich macht sich Kaz zur Aufgabe das Heim zu schützen.
Bevor das Spiel beginnt, kann man sich mittels Videosequenz die Story der ersten beiden Teile angucken. Ein langes integriertes Tutorial hilft dem Spieler dabei sich gut zurecht zu finden in allen Möglichkeiten.
Das Spiel hat eine Art offene Welt, in der man viel interagieren kann in eine Menge Geschäften, mit vielen Personen oder aber in einigen Minispielen. Personen mit denen man sprechen kann werden durch einen grünen Pfeil über dem Kopf a la Sims gekennzeichnet. Bei diesen Personen gibt es viele Nebenmissionen zu erledigen – sei es nun Ärger, Dinge zu verkaufen oder Ähnliches. Erfüllte Nebenmissionen geben Erfahrungspunkte, die man in neue Fähigkeiten investieren kann.
Was wäre das Spiel ohne die Kämpfe - nicht mal halb so interessant. Wie es sich für ein Yakuza Spiel gehört, muss man Gegner vermöbeln und Kombinationen aus Schlägen, Tritten und Griffen malträtieren. Natürlich kann Kaz auch Waffen nutzen, wie beispielsweise Schwerter, Messer, Bambusstöcke oder aber die klassischen Nunchaku. 100% japanisch. Umgebungsobjekte wie Tische und Stühle sind aber genauso gut geeignet als Werkzeug im Kampf. Teilwiese kann man auch derart Objekte selbst anfertigen lassen, die dann intensiver sind. Der Suchfaktor ist mit den Schließfachschlüsseln gegeben, die an sämtlichen Orten versteckt sind. Somit findet man das ein oder andere Objekt, das einem zukünftig mehr als nützlich werden kann.
Im Kampf hat man die Möglichkeit seine Energie mit vielen treffern zu füllen, wodurch man dann einige Spezialmanöver ausüben kann. Führt man ein dieses aus, so schlägt Kaz beispielsweise den Gegner mit dem Kopf gegen die Wand. Das Kampfsystem ist ziemlich ausgewogen und macht auch nicht viele Schwierigkeiten, da das Tutorial eingangs viele Manöver erklärt hat. Die sogenannten Finished geben den Kämpfe dann die letzte Würze.
Abseits der Hauptstory kann man sich auch einfach in der Stadt die Zeit vertreiben, denn man hat die Möglichkeit viele Clubs zu besuchen oder einfach interessante Aktivitäten auszuführen – ob jetzt nun Angeln, Golf oder Karaoke ist. Kaz ist auf seinen Abenteuern ausschließlich zu Fuß unterwegs, dass durchaus ab und an ziemlich nervig ist.
Grafisch ist das Spiel durchaus ein Augenschmaus, denn die Straßen als auch die Personen wirken ziemlich lebendig, bunt und realistisch. Mit Leuchtreklamen, Werbeschildern und vielen Farben wird eine gesunde, nette Atmosphäre aber auch Großstadtfeeling geliefert. Leider gibt es unsichtbare Wände, die störend sind. Obwohl das Spiel ein Open World Spiel ist bekommt man den Eindruck eines ziemlich geradliniges Spieles.
In Sachen Sound kann man auch nicht wirklich meckern. Ein netter Soundtrack, der ziemlich unauffällig ist und trotzdem begeistert. Effekte werden hier passend eingesetzt. Einzig allein ein wenig enttäuschend ist es, dass es keine deutsche Synchronisation gibt und auch nur englische Untertitel gegeben sind.