
Mit viel Langzeitmotivation verspricht das Spiel ein Knaller zu werden… wir werden sehen. Mal wieder vollen lästige Helden Badman ans Leder und so musst du diese Machenschaften verhindern. Man schlüpft also ins Alter Ego Badman und übernimmt nun die schurkige Aufgabe, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Pinky und Brain waren gestern.
Mit der Restauration seines einstigen Anwesens, dass von nervigen Helden im Meer versenkt wurde, will er zu seinen mächtigen Zeiten zurückkehren. Um ihm dabei zu helfen, drückt er dem Spieler u. a. einen Spaten in die Hand und fordert ihn auf einen Dungeon zu graben, mit dem Ziel einerseits die Helden in die Irre zu führen und anderseits ein Ökosystem für Monster zu erschaffen. Klingt eigentlich kompliziert, ist es auch.
Also das Gameplay ist somit klar, man muss in einem begrenzten Zeitlimit genug Verzweigungen graben und Monster erschaffen, um die heraneilenden Helden abzuwehren. Zu Beginn hat man eine riesige Fläche mit quadratischen Steinen, die man mit der Spitzhacke zerschlagen kann. Einfache Steine zerbröseln, grünliche moosbesetzte Steine erschaffen nach Zerstörung ein Schleimmonster. Weißeblöcke sind für die Skorpionmonster und so geht es weiter bis hin zum Drachen. Manche Steine ermöglichen Dämonbeschwörungen, die allen Kreaturen zusätzliche Kräfte verleihen.
Damit der Spaß nicht zu kurz kommt, kann man nur indirekt angreifen, indem man Blöcke in die Luft sprengt. Die Monster agieren völlig selbständig und verändern sich je nach Umgebung.
Nach Ablauf der leider nicht angegebenen Zeit sieht man die Helden, bevor sie den Dungeon betreten. Bevor diese das tun, hört man eine düstere Vorahnung des Lords. Dann noch schnell den Badman in die hinterste Ecke platzieren und schon geht’s los.
Grafisch ist das Spiel eher im Retrostyle, jedoch fällt das kaum auf denn die Atmosphäre stimmt. Mit Charme und Wortwitz verfällt man schnell in Lord Stimmung. Süß sind auch die Monster, die man nur aus der Vogelperspektive zu Gesicht bekommt allerdings hat man so den bestmöglichen Überblick. Auch der Sound ist eher dezent gehalten, jedoch fehlt er nicht besonders und die Sprüche des Lords machen dies wieder weg. Das beweist mal wieder, das gute Spiele nicht immer den neusten technischen Stand haben müssen.
Auch die Steuerung ist relativ einfach gehalten, die man sich schnell zu eigen macht. Allerdings verzweifelt man recht schnell an seinem eigenen Unvermögen taktisch richtig zu handeln.