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Spielinfo
Super Monkey Ball Step & Roll
Entwickler: 
Sega
Publisher: 
Sega
Releasedatum: 
12.02.2010
Genre: 
Geschicklichkeit
USK: 
0

Seit vielen Jahren sind bei Sega nun schon die Affen los, und das auf allen erdenklichen Konsolen und Handhelds. Wir haben nun den neuesten Teil für euch getestet.

Das Spielprinzip der Super Monkey Ball-Serie dürft bekannt sein. Wer noch nie Gelegenheit hatte, mit dem Äffchen AiAi und seinen Freunden zu rollen, hier eine kurze Spielbeschreibung: Eingeschlossen in einer Kugel gilt es ein Äffchen durch ein Labyrinth zu rollen und möglichst schnell den Ausgang zu finden. Um euren kleinen Freund sicher ans Ziel zu geleiten, müsst ihr die Spielwelt so verschieben, beziehungsweise in die richtige Richtung neigen, damit der Protagonist nicht gegen Felsen stößt oder im schlimmsten Fall sogar einen Abhang herunterrollt.

Deshalb gibt es diesmal vorweg auch keine Story um das Spiel künstlich in die Länge zu ziehen, sondern wir können gleich beginnen. Bevor es aber richtig los geht landet ihr automatisch erst einmal in einem Tutorial, das euch von „Jam“ dem Affen präsentiert wird. Habt ihr euch für die klassische Steuerung per Wiimote entschieden, wird euch der Umgang mit dieser erklärt, das Gleiche gilt wenn ihr auf dem Balance Board steht. Jedoch ist dieses Tutorial nicht nur für Erklärungszwecke gedacht. Denn je nachdem wie gut ihr in dieser Einführung abgeschnitten habt, werden ein oder gleich mehrere Welten freigeschaltet, welche euch dann im Hauptmodus zur Verfügung stehen und das „Herzstück“ des Spiels bilden.

Jede Welt besteht aus zehn Stages, die es zu meistern gilt. Das gelingt bei Super Monkey Ball durch Neigen des Parcours, wodurch sich der Affe in Bewegung setzt und losrollt. Das Ziel besteht darin, seine Kugel im Wettlauf gegen die Zeit durch das Tor am Ende der Strecke zu rollen und dabei möglichst viele Bananen zu sammeln. Natürlich sollte man auch versuchen, so selten wie möglich herunter zu fallen, denn das kostet Leben und ihr müsst die Strecke wieder von vorne beginnen. Meistert man eine Welt, ist eine weitere, schwierigere spielbar.

Wählt ihr die Wii-Fernbedienung, wird diese senkrecht gehalten und entsprechend geneigt. Soll der Ball beispielsweise nach links rollen, kippt ihr euren Controller ebenso nach links. Will man schneller oder langsamer werden, muss man sie nach vorne bzw. hinten neigen. Genauso funktioniert es auch mit dem Balance Board, hier spielt jedoch die Verlagerung eures Gewichtes die entscheidende Rolle.
Vergleicht man die beiden Varianten, wird man feststellen, dass es sich mit der konventionellen Methode um einiges präziser spielen lässt. Deshalb wurden in jedem Level Hindernisse eingebaut. Macht ihr euch aber auf dem Board zum Affen, findet ihr diese Objekte nicht, wodurch das Spiel vereinfacht werden soll. Dennoch passiert es leider ständig, dass euer Affe an allen möglichen Ecken hängen bleibt, weil einfach die Genauigkeit bei dieser Steuerung fehlt. Dadurch kommt leider auch sehr schnell Frust auf und man greift letztendlich doch lieber wieder zur Wiimote.

Vom Schwierigkeitsgrad ist das Spiel nach wie vor anspruchsvoll. Die ersten drei Welten sind mit beiden Steuerungsmöglichkeiten zwar problemlos zu meistern, danach wird es jedoch deutlich härter. Zwar gibt es im Vergleich zum Vorgänger weniger enge Stellen, die reines Geschick erfordern, jedoch finden sich andere knifflige Aufgaben die es zu bewältigen gilt. So muss man zum Beispiel Türen öffnen indem man über die versteckten Schalter rollt.
Speichern ist nur nach Abschluss einer Welt möglich, so dass man manchmal besonders bei schweren Levels ziemlich lange spielen muss. Dafür gibt es nun auch keine Continues mehr und man kann immer wieder bei demselben Level anfangen an welchem man sich gerade die Zähne ausbeißt.

Neben dem Einzelspieler Modus bietet Super Monkey Ball Step & Roll noch einige andere Varianten. Einer davon ist der Koop-Modus in dem ihr zu zweit den Affen zum Ziel führt. Hier kann man alle Strecken auswählen, die man als Einzelspieler bereits erfolgreich beendet hat. Ein Spieler steuert wie gewohnt den Ball, wahlweise mit Wiimote oder Balance Board, während ein weiterer Spieler per Fernbedienung die Hindernisse aus dem Weg schießt. Geht die Munition aus, muss sie durch Schütteln des Controllers aufgeladen werden. Ansonsten lässt sich dieser Modus genauso spielen wie das Solo-Spiel.

Beim Modi Marathon merkt man, dass Super Monkey Ball ursprünglich als Arcade Game entstanden ist. Denn die Aufgabe besteht nun darin, alle Welten die man bisher freigeschaltet hat, ohne Unterbrechung zu spielen. Nach jeweils zehn Level gibt es eine Pause, speichern ist aber überhaupt nicht möglich und ihr müsst einen langen Atem beweisen.

Natürlich bekommt ihr auch einige Minispiele serviert und zwar insgesamt 21. Von „Wettflippern“ bis hin zu „Affensnowboard“ ist für jeden Spieler etwas dabei. Wer die eine oder andere Sammlung an Minispielen schon kennt, den erwartet zwar nicht wirklich etwas Neues, für alle die aber noch keine besitzen ist dieser Modus eine brauchbare Lösung. Lobenswert ist das sich viele Games sowohl mit Wiimote als auch mit dem Balance Board steuern lassen. Insgesamt gesehen sind die Minispiele aber nur eine nette Zugabe, jedoch keine wirkliche Offenbarung.

Im Großen und Ganzen ist die Grafik mit dem ersten Teil für die Wii zu vergleichen. Wie für Monkey Ball typisch ist das gesamte Spiel knallbunt und farbenfroh gehalten. Übermäßig viele Details finden sich nach wie vor nicht, dennoch ist es insgesamt ausreichend. Der Sound ist auch passend zu den jeweiligen Welten, die ständig gleichen Laute der Affen sind nach kurzer Zeit aber einfach nur noch nervig.

Pro und Contra
  • Koop Modus
  • cooles Spielprinzip
  • viele verschiedene Level
  • Balance-Board Untersützung…
  • fehlende Story
  • Kameraperspektive nicht immer optimal
  • z.T. frustrierend schwer
  • ...die allerdings nur schlecht funktioniert
Bewertung
Gameplay: 
9
Steuerung: 
8
Grafik: 
5
Sound: 
6
Multiplayer: 
7
Gesamtwertung
Gesamtwertung: 70
Fazit von: 
Ralf Temmers
Super Monkey Ball Step & Roll ist ein typisches Spiel für die gesamte Familie. Das Spielprinzip kann immer noch fesseln, wenn jetzt die Balance Board Unterstützung besser umgesetzt wäre, dann hätte es noch mehr Spaß gemacht.