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Xbox One
Bild des Benutzers ZeroFFVII
Xbox One
Spielinfo
Cities:Skylines - Xbox One Edition
Publisher: 
Paradox Interactive
Releasedatum: 
21.04.2017
Genre: 
Simulation
USK: 
ohne Altersbeschränkung
Webseite: 
http://www.citiesskylines.com/xbox?locale=de

Wer kennt es nicht? Die Steuern wurden wieder erhöht, die Straßen sind wegen Bauarbeiten verstopft und die Budgets wurden wieder einmal gesenkt. Diese Probleme gilt es nun, zu lösen. Denn in Cities Skylines liegt es nur an euch, die Bewohner der Stadt zufriedenzustellen und die Einwohnerzahl zu erhöhen. Handelt mit bedacht, zieht die Bewohner auf eure Seite, errichtet eine Metropole und zeigt der Welt, dass ihr das Zeug zum Bürgermeister habt.

Zunächst einmal gilt es zu klären, ob ihr Sim City kennt. Solltet ihr Sim City kennen, könnt ihr direkt auf der Xbox loslegen und eine Metropole nach euren Vorstellungen erschaffen. Doch solltet ihr mit Sim City nicht vertraut sein, werdet ihr große Schwierigkeiten haben, in das Spiel hineinzufinden. Ein wirkliches Tutorial gibt es nämlich leider nicht. Ihr könnt zwar Infos zu den jeweiligen Gebäuden lesen, aber wie diese angeordnet werden müssen und worauf ihr besonders achten müsst, wird nirgendswo erklärt.

Diejenigen, welche schon Sim City gespielt haben, werden schnell die vielen parallelen der beiden Spiele erkennen. Allerdings alles etwas komprimierter und nicht so umfangreich gestaltet wie damals bei Sim City. Zunächst benötigt ihr Trinkwasser und Strom, denn ohne diese beiden Sachen wird sich niemand in eure Stadt verirren. Hier gefiel mir gar nicht, dass man das Abwasser einfach in den Fluss gekippt hat, welcher nach einer kurzen Zeit nur noch eine braune Brühe ist. Sieht unschön aus und kann auch nicht wirklich rückgängig gemacht werden. Selbst mit einer Wasseraufbereitungsanlage, welche das Abwasser um 85% reinigen soll, sieht das Wasser immer noch Braun aus.

Zudem solltet ihr aufpassen, dass die Trinkwasserpumpe nicht mit dieser Brühe in Kontakt kommt, da ihr sonst verseuchtes Trinkwasser in die Häuser der Bewohner pumpt. Wodurch diese ständig erkranken und letzten Endes auch sterben. Beim Strom solltet ihr versuchen direkt auf Windkraft zu setzen, da ein Kohlekraftwerk oder Ölkraftwerk der Umwelt schadet und Rohstoffe benötigt, welche ihr aber gar nicht wirklich abbauen könnt. Diese Rohstoffe bekommt man zwar automatisch von außerhalb, aber nicht immer rechtzeitig. Was zum Einbruch des Stromnetzes führt.

Solltet ihr diese Versorgung sichergestellt haben, könnt ihr anfangen, eure Stadt zu errichten. Wie in Sim City verfügt ihr über verschiedene Gebiete, welche ihr platzieren müsst. Es gibt das Wohngebiet, Gewerbegebiet, Industriegebiet und das neue Bürogebiet. Während Sim City euch jeweils drei Stufen dieser Gebiete anbot, bekommt ihr in Cities Skyliens bloß noch zwei, zudem fällt das Agrargebiet weg. Allerdings habt ihr beim Industriegebiet sogar nur eine Stufe zur Verfügung, welche ihr allerdings spezialisieren könnt. Wer jetzt aber denkt, er kann diese Gebiete einfach so platzieren und die Straße wird wie bei Sim City automatisch eingefügt, den muss ich leider enttäuschen.

Denn in Cities Skylines errichtet ihr nicht die Straße um euer Gebiet, sondern passt euer Gebiet der Straße an. Auch Gebäude können nicht gebaut werden, wenn keine Straße gelegt wurde. Dies macht das Spiel nur unnötig umständlich und Zeitaufwendiger. Allerdings braucht man die Gebiete nicht bezahlen, was mir hier wirklich besser gefallen hat. Ihr werdet aber auch noch zusätzlich damit eingeschränkt, dass ihr keine Flächen ebnen, erhöhen oder absenken könnt. An der Grundstruktur der Karte könnt ihr somit nichts verändern.

Euer Ziel ist es, die Bewohnerzahl zu erhöhen, um Meilensteine freizuschalten. Durch Freischalten von Meilensteinen könnt ihr neue Gebäude bauen. Zusätzlich, schaltet ihr mit dem errichten besonderer Gebäude, die Monumente frei. Die Monumente sind zwar enorm teuer, haben aber dafür auch besondere Fähigkeiten, wie zum Beispiel die Umweltverschmutzung zu senken.

Mir hat besonders die Zeitbeschleunigung gefehlt, wodurch es häufig einfach nur zeitaufwendig ist und lange dauert, bis ihr das nächste Bauprojekt starten könnt. Besonders am Anfang bei niedriger Einwohnerzahl dauert es zum Teil Stunden, bis ihr genügend Geld zusammenbekommt. Ich bin teilweise gar nicht an der Xbox gewesen, so habe ich die Stadt vor sich hinwachsen lassen und gewartet, bis ich genug Geld hatte, um weiter zu bauen. Das kann man auch ganz einfach machen, denn wirklich passieren wird eh nichts. Es gibt auch keine Berater wie in Sim City, welche euch auf Missstände hinweisen. Einige Missstände, wie zu hohe Kriminalität oder Krankheit, werden durch Zeichen in einer Sprechblase über die jeweiligen Gebäude angezeigt.

Wem das alles aber zu zeitaufwendig ist und einfach nur bauen möchte, der kann im Menü unendlich Geld freischalten. Zudem könnt ihr auch alle Gebäude freischalten lassen, wodurch euch von Beginn an alle Gebäude zur Verfügung stehen. Dadurch geht natürlich die Herausforderung flöten, aber so könnt ihr in aller Ruhe und ohne Sorgen eure Metropole erschaffen.

Neu war für mich die Tatsache, dass man Stadtviertel benennen kann. Ihr könnt mit eine Art von Pinsel über eure Stadt streichen und diese Gebiete in Stadtviertel einteilen. Diesen Stadtvierteln könnt ihr zusätzlich bestimmte Stadtverordnungen verordnen und auch die Industrie spezialisieren. Aber gerade bei den Stadtverordnungen ist große Vorsicht angebracht, denn die meisten Verordnungen kosten enorm viel Geld und wie viel das genau ist, seht ihr leider erst nach dem Desaster. So kann man schnell durch Stromzähler oder Wasseruhren pleitegehen.

Was mir gar nicht gefallen hat, waren die ständig leer stehenden Häuser. Das passiert sehr häufig und niemand sagt euch, warum die eigentlich verlassen wurden. Diese Gebäude solltet ihr schnell abreißen, da leer stehende Gebäude die Attraktivität des Gebietes senken. Mir hat es auch gar nicht gefallen, dass manche Gebäude nur freigeschaltet werden, wenn man im Prinzip schlecht spielt. Das Gerichtsgebäude bekommt ihr beispielsweise erst bei 50% Kriminalitätsrate. Bei so einer Rate steigt die Bewohnerzahl aber nicht, im Gegenteil, sie würde sogar gesenkt werden. Deshalb müsst ihr absichtlich die eigene Stadt sabotieren, um manche Gebäude freizuschalten. Denn einige Monumente können erst errichtet werden, wenn ihr diese Aufgaben erreicht habt.

Zudem funktionierte die KI auch nicht immer zufriedenstellend. Selbst wenn ihr eine Feuerwehr direkt neben ein brennendes Haus errichtet habt, kommt es vor, dass die einfach nicht dorthin fahren. Einsätze selbst koordinieren könnt ihr leider auch nicht. Ähnliches konnte ich bei der Müllbeseitigung feststellen, trotz des maximalen Budgets, haben sich genau 0 von 32 Müllwagen in Bewegung gesetzt. Zudem stimmt die Relation einfach zum Teil nicht. Für eine kleine Stadt mit ca. 60.000 Einwohnern über acht Müllverbrennungsanlagen errichten zu müssen ist etwas übertrieben und viel zu teuer. Aber anders funktionierte es nicht.

Die Gestaltung der Gebäude war sehr detailliert mit viel Struktur. Selbst die Autos bekamen ein schönes Design. Bei mir flogen selbige allerdings auch mal durch die Luft. Der Wechsel zwischen Tag und Nacht war zwar gut gemacht, aber etwas seltsam. Denn in Cities Skylines wechselt sich die Sonne im wöchentlichen Rhythmus mit dem Mond ab. Aber erst in der Nacht, im Lichtschein der Gebäude, entfaltet die Stadt ihre volle Pracht. Im freien Kameramodus könnt ihr durch die Straßen fliegen, um euer Werk zu betrachten.

Cities Skylines bietet 12 unterschiedliche Karten, welche nach und nach mit neuen Kacheln im Spiel erweitert werden können. Zudem gibt es Unterschiede der Klimazonen. Die deutschen Texte sind leider nicht immer ganz vollständig, wodurch teilweise komplette Sätze fehlen. Die stupide Musik habe ich auch nach kurzer Zeit schon nicht mehr ertragen und ausgeschaltet.

Pro und Contra
  • Gebiete kosten nichts
  • Detailliertes Gebäudedesign
  • Schöner Wechsel zwischen Tag und Nacht
  • Die Möglichkeit auf unendlich Geld zu stellen
  • Stadtviertel benennen
  • Die Möglichkeit den Verkehr auf Linksverkehr umzustellen
  • Kachelerweiterung der Stadt möglich
  • Schneller Aufbau der Gebiete
  • Steuerung ist manchmal etwas ungenau und umständlich.
  • Kein interaktives Tutorial
  • Manche Gebäude nur durch Sabotage erhältlich
  • Keine 100% Reinigung des Wassers möglich
  • KI der Einsatzkräfte nicht zufriedenstellend
  • Kein Planieren des Gebietes möglich
  • Einige Sachen können nicht rückgängig gemacht werden
  • Schlechte Relation
  • Keine Möglichkeit die Zeit zu beschleunigen
  • Unvollständige Texte
Bewertung
Gameplay: 
6
Steuerung: 
7
Grafik: 
5
Sound: 
6
Multiplayer: 
0
Gesamtwertung
Gesamtwertung: 60
Fazit von: 
Rony Städel
Für mich ist Cities Skylines nur ein weniger umfangreicher Sim City Klon. Das Spiel schafft leider nicht das gleiche Spielerlebnis, was ich zu Zeiten von Sim City hatte. Allerdings ist Cities Skylines wesentlich einfacher, wenn man sich reingefummelt hat und Vorkenntnisse aus Sim City mitbringt. Wer also gerne mal auf der Xbox seine eigene Stadt errichten möchte und sich nicht an die umständliche Controllersteuerung stört, kann getrost zugreifen.

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